Hörverstehen, Teil eins. Fünf Personen sprechen über Mobilität im Alltag. Sie hören jeden Text nur einmal. Lesen Sie jetzt die Aufgaben einundvierzig bis fünfundvierzig. Sie haben dreißig Sekunden Zeit.

Nummer 41.

Ich fahre seit einem halben Jahr mit der Bahn zur Arbeit. Natürlich muss ich einmal umsteigen, und manchmal ist der Zug voll. Das klingt vielleicht umständlich. Aber für mich ist der Arbeitsweg viel angenehmer geworden. Früher saß ich jeden Morgen gestresst im Auto und suchte am Büro lange einen Parkplatz. Jetzt lese ich unterwegs ein Buch oder höre Musik. Wenn ich ankomme, bin ich meistens entspannt. Meine Monatskarte kostet auch weniger als Benzin und Parkgebühren zusammen. Nur wenn ich sehr spät nach Hause fahre, muss ich etwas länger warten. Trotzdem würde ich im Moment nicht wieder jeden Tag das Auto nehmen.

Nummer 42.

Ich würde gern weniger Auto fahren. Für den Weg ins Büro könnte ich eigentlich den Bus nehmen. Das Problem ist aber unser Alltag mit den Kindern. Morgens bringe ich meine Tochter zum Kindergarten und meinen Sohn zur Schule. Danach fahre ich direkt zur Arbeit. Meine Frau beginnt ihre Schicht schon um sechs Uhr und kann diese Fahrten nicht übernehmen. Mit dem Bus wären die Verbindungen zu diesen drei Orten sehr kompliziert. Auch meine Mutter braucht manchmal Hilfe beim Einkaufen. Deshalb ist ein eigenes Auto für unsere Familie zurzeit notwendig. Vielleicht ändert sich das, wenn die Kinder älter sind. Heute wäre unser Alltag ohne Auto jedenfalls deutlich schwieriger.

Nummer 43.

Als ich noch auf dem Land gewohnt habe, war mein Auto sehr wichtig. Der nächste Supermarkt war acht Kilometer entfernt. Seit meinem Umzug in die Innenstadt hat sich alles verändert. Die wichtigsten Geschäfte kann ich zu Fuß erreichen. Zur Arbeit fahre ich mit dem Fahrrad, und wenn es stark regnet, nehme ich die Straßenbahn. Vor drei Monaten habe ich mein Auto verkauft. Einige Freunde meinten, ich würde das bald bereuen. Aber bisher vermisse ich es überhaupt nicht. Ich spare Geld und muss mich nicht mehr um Reparaturen kümmern. Für eine längere Reise buche ich rechtzeitig eine Fahrkarte. Mit dieser Lösung bin ich wirklich zufrieden.

Nummer 44.

Ich brauche im Alltag nur selten ein Auto. Die meisten Wege erledige ich zu Fuß oder mit der U-Bahn. Manchmal muss ich aber etwas Größeres transportieren oder Freunde besuchen, die außerhalb wohnen. Dafür nutze ich ein geteiltes Auto. Ich reserviere es über eine App und hole es an einer Station in meiner Straße ab. Am Wochenende muss man zwar früh genug buchen, weil die Nachfrage größer ist. Trotzdem reicht dieses Angebot für mich völlig aus. Ein eigenes Fahrzeug würde die meiste Zeit ungenutzt vor dem Haus stehen. Ich bezahle lieber nur für die Stunden, in denen ich wirklich fahre. Einen eigenen Wagen möchte ich deshalb nicht kaufen.

Nummer 45.

Das Fahrrad ist für mich ein wichtiges Verkehrsmittel. Ich bewege mich gern und komme damit schnell durch die Stadt. Allerdings finde ich die Diskussion manchmal zu streng: Manche Leute meinen, man müsse immer Rad fahren, sonst tue man zu wenig für die Umwelt. Das sehe ich anders. Bei starkem Regen nehme ich den Bus. Wenn ich meine Eltern besuche, fahre ich mit dem Zug. Und für den Umzug im nächsten Monat leihe ich mir wahrscheinlich einen Transporter. Entscheidend ist für mich, für jede Situation eine passende Möglichkeit zu wählen. Ich möchte mich nicht auf ein einziges Verkehrsmittel festlegen. Diese Mischung funktioniert für meinen Alltag am besten.